Köln - Chorweiler 

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Das Zentrum von Chorweiler entstand in den 1970er Jahren als künstlicher Stadtteil und typisches Beispiel der Städte- und Wohnungsbaupolitik dieser Epoche. Die Idee einer Neuen Stadt des Architekten Fritz Schumacher von 1922 wurde 1957 wieder aufgegriffen, um der Wohnungsnot der Nachkriegszeit zu begegnen und Wohnraum in der Nähe der Industriegebiete im Norden der Stadt zu schaffen. Auf engstem Raum sollte eine eigene kleine Stadt für 100.000 Menschen entstehen, die Wohnen, Arbeiten, Handel, Freizeit und soziale Einrichtungen auf kurzen Wegen verbinden würde.

Eine Grundidee dieser Stadtplanung war die Skyline: Im Süden wurde mit niedriger Bebauung - überwiegend ein- bis vierstöckig - begonnen, im Zentrum, dem eigentlichen Stadtteil Chorweiler, sollte es dann auf bis zu 30 Etagen ansteigen und im Norden langsam wieder herab. Der Bau dieser Neuen Stadt geschah demzufolge von Süden nach Norden und dauert bis heute an. Der zentrale Teil Chorweiler und Chorweiler-Nord, wurden in den 1970er und 1980er Jahren erbaut. Das Ergebnis war die größte Plattensiedlung in Nordrhein-Westfalen, in das 1972 die ersten Bewohner einzogen; 1976 wurde eine Einkaufszeile fertiggestellt. Insgesamt wurden — anders als geplant — nur 20.000 Wohneinheiten gebaut. Auch viele der geplanten Bürobauten wurden nicht umgesetzt, so dass sich die geplante Infrastruktur bald als zu großzügig erwies und das Konzept von „Leben und Arbeiten“ nicht verwirklicht wurde.

Auszug aus Wikipedia.de, 11/2008

 

 

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(Fotos: BARDEWYK 2007)